Lakiko

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 Lakiko ist ein Cello. 

Ein Cello das streicht, kratzt, sich wiederholt und verschwindet. 

Lakiko ist aber auch eine Stimme; Die von ihrer nomadischen Existenz, die sie von Bosnien über Umwege in die Schweiz gebracht hat, singt, von Träumen, vergangenen Zeiten und dystopischen Zukunftsvisionen. Lakiko - alias Lana Kostic - entstand 2016 als Soloprojekt in der Neurologieabteilung in Biel. Angeschlossen an eine EEG-Maschine experimentierte die Cellistin mit Hilfe ihrer Instrumenten an der Ausübung ihres freien Willens, indem sie ihre Hirnströme zeitgleich als Partitur verwendete. Das daraus resultierende Material - ein Abdruck ihrer musikalischen Biografie - könnte vielfältiger nicht sein: Einflüsse der Bosnischen Volksmusik vermischen sich mit klassischer Musik, hauchige Popmelodien mit zeitgenössischer Sprachperformance, getriebene Beats neben schier endlos dauernden Glissandi-Loops und dazwischen immer wieder das Cello. Lakikos Musik gleicht einer musikalischen Gehirnwäsche, die Augen und Ohren neu programmiert, die einen experimentellen Film vor dem inneren Auge abspielt und die Zuhörer in einem Zustand der bittersüssen Melancholie nach Hause schickt. 

 

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